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Richtlinien für Einsendungen

 Editions Orphée ist ein Verlagshaus für Noten und Bücher rund um die klassische Gitarre und Laute und ist stets daran interessiert, neue und interessante Musik zur Veröffentlichung zu finden. Sollte mir ein interessantes Projekt vorgelegt werden, werde ich dieses mit voller Aufmerksamkeit überprüfen. Komponisten und Arrangeure, welche ihre Werke auf dem Wege von Editions Orphée potentiellen Spielern zugänglich machen möchten, können sowohl mir als auch sich selbst viel Ärger und Enttäuschung ersparen, wenn sie vorher einige relativ einfache Richtlinien beherzigen.

  1. Mein Verlagsprogramm ist auf die nächsten 6-7 Jahre ausgebucht. Wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt ein neues Projekt annehme, werde ich zuerst dessen Wichtigkeit und Verkaufspotential bewerten und dann entscheiden, ob es in der Reihenfolge seines Eintreffens - also in 6-7 Jahren - veröffentlicht oder prioritär behandelt wird. Es läßt sich unmöglich vorhersagen, ob und welche Umstände diese Entscheidung beeinflussen könnten.

  2. Ich werde aber auf jeden Fall jene Komponisten bevorzugen und prioritär behandeln, die ich persönlich kenne oder die sich bereits einen Namen gemacht haben.

  3. Es ist mir klar, daß dies als unfaire Zwickmühle erscheinen mag. Wie soll man sich da als Komponist etablieren und seine genialen Werke der Welt zugänglich machen können, wenn man nicht bereits bekannt ist? Andererseits müssen Sie Sich die Lage aus meinem Blickwinkel vergegenwärtigen. Ein neues Stück von einem unbekannten Komponisten zu verlegen ist ein teures Risiko, bei dem ich bereits allzu oft draufgezahlt habe. Und das kann ich mir schlichtweg nicht leisten.

  4. Sind Sie noch dabei? Dann nehmen Sie bitte die folgenden Punkte zur Kenntnis: a) Um für eine mögliche Veröffentlichung in Frage zu kommen, muß ein Manuskript die hauseigenen Notensatzregeln von Editions Orphée befolgen. Da unsere Stilvorschriften nicht in publizierter Form vorliegen, rate ich Ihnen dringend, Sich vorher einige meiner Ausgaben anzusehen, um sich mit deren Stil vertraut zu machen. b) Ich halte äußerst wenig von Notensatzformen, die nicht-musikalische, grafische Elemente verlangen. Diese Haltung entspringt keinem Werturteil, sondern trägt lediglich der Tatsache Rechnung, daß das Setzen solcher Notensatzformen sowohl zeit- als auch kostenaufwending ist. Editions Orphée ist ein Ein-Mann-Betrieb, und ich habe weder die Zeit noch die Kraft, mich mit solchen Notensatzformen auseinanderzusetzen. Wenn Ihr Werk nicht mit Standardnotensatzformen auskommt, bin ich für Sie nicht der richtige Verleger. c) Ich habe kein Interesse daran, Transkriptionen zu veröffentlichen. Nicht, daß ich etwas gegen Transkriptionen hätte. Ganz im Gegenteil. Ich habe im Laufe der Zeit viele Transkriptionen veröffentlicht, und darüber hinaus befindet sich eine ansehnliche Zahl davon noch in Arbeit. Andererseits aber ist mir bewußt - und zwar schmerzlich bewußt - daß Ihre Transkription, sofern sie gut ist, umgehend von irgendwem plagiarisiert werden wird. Es ist fast unmöglich, Transkriptionen urheberrechtlich zu schützen oder Einkünfte aus mechanischen Rechten zu erzielen. d) Wenn Ihr Werk urheberrechtlich geschützte Elemente wie Text oder umfangreichere Melodiezitate enthält oder eine Bearbeitung eines urheberrechtlich geschützten Werkes darstellt, müssen Sie die Erlaubnis des Urheberrechtsinhabers einholen, bevor Sie Ihr Manuskript an mich senden. Ich habe weder die Zeit noch die juristischen Ressourcen, um dies selbst zu tun. e) Natürlich ist es mir am liebsten, wenn Sie Ihr Manuskript auf elektronischem Wege einsenden. Ich kann Dateien der Notensatzprogramme Finale, Sibelius und Score lesen. Dies ist aber nicht zwingend notwendig. Wenn Ihre EDV-Kenntnisse dafür nicht ausreichen, akzeptiere ich auch ein handgeschriebenes Manuskript - immer vorausgesetzt, daß es gut leserlich ist. Für mich zählt die Musik und nicht das Format des Manuskripts. Gleichzeitig ist aber zu bedenken, daß mir Computerdateien viel Zeit und Geld sparen und es mir leichter machen, Ihr Werk zu begutachten.

  5. Wenn Sie US-Staatsbürger sind oder Ihren Wohnsitz in den USA haben, müssen Sie Mitglied bei ASCAP sein. Editions Orphée ist ein ASCAP-Verlagshaus und kann keine Arbeiten von Komponisten annehmen, die Mitglieder von BMI sind. Sind Sie kein US-Staatsbürger oder haben Sie Ihren Wohnsitz nicht in den USA, müssen Sie Mitglied bei einem örtlichen Autoren- und Komponistenverein sein, welcher an ASCAP angegliedert ist, zum beispiel—GEMA.

  6. Und noch etwas müssen Sie berücksichtigen: Wenn ich Ihr Werk veröffentliche, ist es sehr unwahrscheinlich, daß Sie nennenswerte Tantiemen aus dem Verkauf von gedruckten Exemplaren verdienen werden. Sie werden nur dann etwas Geld an Ihrem Werk verdienen, wenn es in das Standardrepertoire Eingang findet und von vielen Solisten aufgeführt und auf CD eingespielt wird. Ich tue alles in meiner Macht stehende, um die Musik meiner Komponisten zu bewerben. Aber wenn der Komponist nicht selbst eine aktive Rolle in der Vermarktung seiner Werke übernimmt, werden diese höchstwahrscheinlich nicht das breite Publikum erreichen, das ihnen zustünde.

  7. Sind Sie noch dabei? Nun gut. Wenn Sie mir jetzt noch immer ein Manuskript senden möchten, dann betrachten Sie es als unwiederbringlich verloren. Ich retourniere keine unaufgefordert eingesandten Manuskripte - auch nicht, wenn Sie einen Rückportoumschlag beilegen.

 


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Last Modified: Thursday, February 21, 2008